Montag, 19. September 2011

I don't want to run, I don't want to leave

was distance moon
and the smell of home
-- haunting me*

mal wieder interessant zu sehen, wie sehr man sich doch einreden kann, dass man sich an einem ort zu hause fühlt. einen, den man zu hause nennt, weil man dort wohnt. aber es heißt nicht umsonst: home is where the heart is. wahrscheinlich war ich auch immer auf der falschen seite des raums, zwei mal acht, vor den fenstern lärm von viel zu lauten bussen, instabile etagenbetten, ein bisschen persönlichkeit, meine zwei quadratmeter raum. packen für das zurück, gefühlte zehn tonnen bücher. received pronunciation hat sich um mich gewickelt wie ein fleecehandtuch, wie etwas, das schon immer so war. da vermisst man dieses merkwürdig vertraute gefühl von melancholie, das sich dann aber doch wieder das rückenmark hochfrisst und im kopf stecken bleibt. ich will nicht zurück. diese stadt hat irgendetwas. etwas, das mich daran erinnert, wie man auch hunger hat, dinge zu erleben. leben.

ich komme wieder zurück zu all dem krach und dem schmutz und dem staub, zu den manchmal komischen menschen, zu den leuten, die freiwillig in kleinsten wohnungen leben und trotzdem hohe mieten dafür bereit sind zu zahlen. £499000 für eine zweiraumwohnung in leigh street. den ersten Pfund dafür habe ich schon dafür in der tasche.

bis dahin. bis nächstes jahr. bis mich die sehnsucht wieder antreibt.
participate. socialise. be more human.

* Little Dragon - Blinking Pigs

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ich danke dir.