when you see me sit by myself you'll think that I'm waiting for someone else
but I'm wishing for somewhere else
manchmal bekomme ich panik, wenn ich an vergangenes denke. oder besser: wenn sich vergangenes in meine gedanken bohrt. dann rege ich mich auf, leise, im hals wächst der knoten und ich drehe mich wieder im kreis. eigentlich kann mir jetzt niemand mehr etwas tun. und doch erzähle ich von selbst erlebtem so, als wären es eigentlich jemand anderem passiert und nicht mir. ich höre mir beim reden zu, ich stehe neben mir und nicke.
im hintergrund läuft der fernseher, damit ich mich nicht ganz so alleine fühlen muss. hektische bilder, die merkwürdigen nachrichtenzeilen von n24, kronzuckers kosmos, eigentlich wichtig jedoch nur: irgendeine stimme im off. schon lange höre ich nicht mehr wirklich zu. wenn ich dann aber die augen am nächsten morgen wieder aufschlage, fühle ich nichts. rein gar nichts. weder mich, noch irgendetwas anderes. vielleicht höre ich dann der stille zwischen den worten zu. starre auf den gelben klebezettel, der am spiegel im bad klebt. fahre den wasserhahn entlang und verfolge spuren, die ich mit acrylfarbe auf ihm hinterlassen habe.
auf der anderen seite der straße stehen sie auf, sie schalten das licht an, sie ziehen die vorhänge auf. sie schauen mir dabei zu, wie ich in shorts und hemd in der küche stehe und kakao koche. wie ich irgendwelche bilder mache. ich sehe, wie sie fotos machen und manchmal mit dem finger in meine richtung zeigen.
dann sehe ich dich nach ein paar tagen mal wieder. und du und deine augen sehen genauso müde aus wie ich, so ermattet und ohne feuer. ich hoffe, dass das irgendwann mal besser wird.
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hej. alles, was du sagst, ist wichtig.
ich danke dir.