Donnerstag, 10. Mai 2012

take care

Untitled by smallcutsensations

eine fragmentfortsetzung. (für immer die menschen)

du wirst ein und aus gehen, dein schatten, ein fader geruch von sommer und ein wenig zimt auf der haut. als hätten wir den langen gardinen an der terassentür an warmen tagen nie dabei zugesehen, wie sie mit dem licht spielen, als hätten wir nie etwas schöneres gesehen. wir können uns abwechseln beim leben, ich kann dir durch die haare fahren oder die hand auf der schulter liegen lassen, bis du dich beruhigt hast und wieder tief ein- und ausatmen kannst. meine worte, die, die so angenehm weich durch den raum hallen, die, die dich auch mal spiegeln oder auffangen können, die, die du in ansätzen schon neben meine füße gelegt hast, um mich zu wärmen. 
in der tageszeitung schreiben sie am einen oder anderen tag von dingen, die interessieren, wir überschreiben ihre schlagzeilen, weil sie die vorlage bieten für das, von dem wir später erzählen werden, all den guten und bösen ereignissen, wir werden sie verknüpfen mit unserem atem, herzschlag, pulsierenden blut. des öfteren können wir uns aber überhaupt nicht mehr erinnern an das da draußen, weil alles zu einem einzigen großen rauschen geworden ist; das warten auf das einsetzen der ersten töne, wir leben uns vielleicht von moll zu dur, die herzen voller sand und eingetrocknetem wein. ich nehme meine hand von deiner schulter, um die narben auf der innenseite deiner haut einzucremen, du zuckst oft, weil es brennt und zwiebelt und du dich an ihnen bisher immer wundgescheuert hast. meine stimme singt sich heiser durch die nacht, aber ich höre nicht auf, mich mit ihrer melodie in den schlaf zu tragen.

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