für immer die menschen, eine fragmentfortsetzung.
an manchen tagen fahren wir die schatten nach von worten, die wir hätten vor langer zeit sagen sollen. liegen auf dem boden und hören dem punkerpaar unter uns beim streiten zu. deine augen sind traurig, die dielen haben sich in meine schulterblätter gefressen, meine finger auf deiner nackten haut, eine erinnerung an uns, aufgesplittert in kleine strasssteine, die uns beide zu kaleidoskopen machen. du drehst dich ein wenig im licht, irgendetwas ist unwirklich an uns, du hattest immer angst, mich nicht mehr halten zu können; nichts ist unwirklich an uns, ich habe nur keine angst mehr vor der angst.
ich erzähle dir von landeanflügen, von der idee, dass man ängste ähnlich pflücken kann, wie man es scheinbar bei wolken tun kann, erzähle dir von den luftlöchern, in die ich immer hereinzufallen scheine; du lachst, wie wir beide nackt auf den dielen liegen und uns in die augen sehen, erinnert mich etwas an die vorstellung, die ich von dir hatte, bevor du meine haut angewärmt hast. deine hände ziehen mich über den boden in deine richtung, kein zentimeter mehr platz zwischen dem einatmen und dem ausatmen, unter uns schreien sie sich an, über uns trampeln kinder leicht monoton und dumpf, ich denke an meinen herzschlag, dein nacken liegt direkt vor mir wie eine gut gemeinte mahnung - die definition deiner muskeln, die mich in ihrer weichheit in den wald und an das meer ziehen.
dann erinnere ich mich daran, dass ich nie etwas anderes sagen wollte, als das, was du schon weißt; mein erzählen von nächtlichen startbahnen und wie matt es mich macht, all diese lichter zu sehen und sie doch nicht greifen zu können - deine beunruhigung, ich streiche dir die mittlerweile langen haare aus dem gesicht, deine mimik versteinert. ich wäre den ganzen weg zu dir gerannt, flüstere ich in deine richtung, bestrafe mich nicht dafür, in deiner haut eingetaucht bleiben zu wollen.
deine schlangenbeine zittern noch sporadisch, wärmen meinen schüttelfrost weg, die unruhe steckt jetzt in meinen gliedmaßen, denn ich musste an die aussentemperaturen denken, an all die klirrende kälte, die sich bald durch die lungen schlägt. hast du angst, fragst du mich, angst vor der abwesenheit der dinge? ich nicke, nur vor deiner. das punkerpaar unter uns schreit weiter, türen fliegen, sie weint, er droht, sie zu verlassen, dumpfe stimmen aus dem off, aber wir sind still. reiße mich zusammen, spüre deinen körper ganz nah an meinem, dein puls in mir. und du, wovor hast du angst?
listen to yourself and your ambiguity
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hej. alles, was du sagst, ist wichtig.
ich danke dir.