eine fragmentfortsetzung. (für immer die menschen)
nach einiger zeit könntest du mich fragen, ob meine haut schon immer so rauh war wie die einer rinde, ob es dort schon immer die spuren anderer gab, mal hineingebrannt, mal hineingeschnitten, fingerabdrücke, ähnlich wie die von dir, nur an anderem ort, an anderer stelle. vielleicht weiß ich dann nicht, wie ich antworten soll, das ist dann sogar trotzdem gut, denn du kennst meine antworten schon lange bevor ich sie zu ende gedacht habe. spiegelmenschen, teilweise gefangen im zwischenraum zwischen leere und lebensdurst. und weil mich all das immer noch so oft müde macht, werde ich mich neben dir einrollen wie eine dieser angenehmen alten katzen, die man vorrangig in der sonne findet und die schnurren, damit man nicht von ihrer seite weicht.
von draußen dringt das licht in unser zimmer, da ist meine hand wieder an deiner schulter, schweigen tropft auf deine haut, wir warten noch auf irgendein zeichen, weiterschlafen zu dürfen. den einen tag kommt es in briefform, den anderen in form von nichts, es rauscht schließlich schon vertraut in der ferne. der geschmack von luft, wir schieben uns in eine richtung, ein ständiges aufeinanderzudriften, ich habe in letzter zeit nur von dir geredet. die blumen auf dem fensterbrett hast du nicht vertrocknen lassen, du fährst mir über die hände, als würden sie dadurch wärmer. an manchen tagen macht mich dein blick traurig, es ist, als hätte dir jemand erde und holz und feuer in die augen gelegt, aus meinen spukt mal das meer, mal der wald, aber ich bleibe still, starre in diese seltsame ruhe hinein und befürchte, dass du meine worte vergessen könntest. du streichst mir über die haare.
"und weil mich all das immer noch so oft müde macht, werde ich mich neben dir einrollen wie eine dieser angenehmen alten katzen, die man vorrangig in der sonne findet und die schnurren, damit man nicht von ihrer seite weicht."
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